Presse 2010
Qualifizierungsoffensive des Landkreises Gießen feiert Jubiläum
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- 01.03.2010
- - Gießener Anzeiger
Landrätin: "Quali-Off" soll weiter Geld vom Kreis erhalten
Qualifizierungsoffensive des Landkreises Gießen feiert Jubiläum - In rund 250 Seminaren über 5000 Teilnehmer aus heimischen Unternehmen geschult
(cvg). Landrätin Anita Schneider legte während der Feier zum zehnjährigen Bestehen der Qualifizierungsoffensive Mittelhessen, heute Qualifizierungsoffensive des Landkreises Gießen, im Busecker Kulturzentrum ein klares Bekenntnis zur weiteren finanziellen Unterstützung der Offensive durch den Landkreis ab. Deren Auftrag und Ziel ist es, durch das Anbieten von Fort- und Weiterbildungsangeboten vor allem Inhabern, Führungskräften und Mitarbeitern kleiner und mittelständischer Unternehmen die Chance zu geben, sich mit neuem Wissen am Markt zu halten und weiterzuentwickeln. Die Initiative ist im Gießener Land besser als "Quali-Off" bekannt.
Die Offensive wird neben EU-Zuschüssen noch mit Mitteln des Landkreises finanziert. Ob diese "Kofinanzierung" fortgesetzt wird, darüber stehe demnächst eine Entscheidung durch den Kreis an, erklärte Dr. Christian Schulze, Geschäftsführer des TIG im Gießener Europaviertel, in dem auch der Sitz der Offensive ist.

Grußwort von Landrätin Anita Schneider
Nachdem die "Quali-Off" 2000 ins Leben gerufen wurde, nahmen in rund 250 Seminaren über 5000 Teilnehmer deren Fort- und Weiterbildungsangebot wahr, nannte Schulze Zahlen. Inzwischen werden die Interessenten direkt zu den Seminarveranstaltern geschickt, erklärte Holger Fischer gegenüber dem Anzeiger. Fischer ist der Qualifizierungsbeauftragte des Landkreises Gießen. Heute finden im TIG allerdings weiterhin Impulsvorträge für Führungskräfte statt.

Fischer erfuhr großes Lob durch Schulze. Dieser habe Fischer als "guten Typen" kennengelernt, mit dem angenehm zusammenzuarbeiten sei. Fischer habe die Qualifizierungsoffensive selber wie ein Unternehmer geführt und entwickelt.
Als maßgebliche Förderin und Ideengeberin für die "Quali-Off" wurde Gabriele Gotthardt, Leiterin der Stabsstelle beim Landkreis für Wirtschaftsförderung, Strukturentwicklung und Tourismus, gewürdigt. Nicht zuletzt wurde zudem Willi Marx genannt. Dank des Engagements des langjährigen, ehemaligen Gießener Landrats sei die "Quali-Off" zu einer Zeit entstanden, als noch nicht alle den Wert menschlichen Wissens und Könnens für die eigene regionale Wirtschaft erkannt hatten. Dass die Förderung dieses "Know-How-Kapitals" ihm ein persönliches Anliegen sei, hatte Marx immer wieder betont.

Über 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Institutionen folgten der Einladung
Welche Impulse die "Quali-Off" der Region gegeben hat, belegten Schulze und Fischer mit Beispielen, darunter die diversen Schulungen für die heimischen Gas- tronomen, die aus der Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und dem Hotel- und Gaststättenverband Mittelhessen hervorgegangen sind. Fassbare Resultate waren kulinarische Angebote wie etwa während der Fußballweltmeisterschaft oder die speziellen kulinarischen Linien, die sich rund um das römische und keltische Erbe der Region entwickeln.
"Die Gastronomie ist letztlich das Aushängeschild einer Region", unterstrich Gotthardt während der Feier. Auch durch die Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft und heimischen Unternehmerfrauen seien spezifische Netzwerke entstanden, sagte Fischer.
In einer Gesprächsrunde, an der außer Fischer, Gotthardt und Schneider auch Lothar Beier, Geschäftsführer der Gießener Sprache- und Bildung GmbH, Katja Volkmann, Personalleiterin der Heuchelheimer Appel Elektronik GmbH, und Alf A. Kindinger, Projektleiter des Qualifizierungsschecks des Vereins "Weiterbildung Hessen", teilnahmen, wurde die "Quali-Off" als wichtiger Partner der regionalen Weiterbildungsträger bezeichnet.
Sie sei nicht, wie anfangs manchmal befürchtet, zu einer Konkurrenz geworden. Volkmann regte ein regionales Ausbildungsnetzwerk unter den Betrieben an. Sie könne sich vorstellen, dass Lehrlinge unter artverwandten Betrieben ausgetauscht würden, um so Kenntnisse vermittelt zu bekommen, über die der eigene Lehrbetrieb nicht verfüge.
Das Gießener Tinko-Theater stimmte die Gäste in die Feier ein. Die Tinko-Akteure Achim Weimer, Minke Bach, Stefan Vogel und Julie Ann Pownall hatten Holger Fischer als "Gastschauspieler" in ihr Stück eingebunden, in dem es um "Weiterbildungssaboteure" ging. An der Feier nahmen zahlreiche Bürgermeister sowie Vertreter der regionalen Wirtschaft und Politik teil.





