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Mittelhessische Gastronomie: Bildungsnetzwerk setzt auf Regionalität

(eil). Dass die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten ebenso wie andere bundesweit agierende Fachverbände das Netzwerk Bildung und Beratung für die Gastronomie in Mittelhessen, kurz Netzwerk BBG, als nachahmenswerte Einrichtung für den Bereich Gaststätten und Hotellerie, und namentlich die Initiative neue Qualität der Arbeit (INQA), als „Best-Practise-Beispiel“ empfiehlt,

sei eine der Antriebsfedern, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen, so die verantwortliche BGG-Projektleiterin Petra Heumann-Cooper. Schließlich habe sich das Netzwerk unter dem Motto „Regionalität ist Trumpf“ als unterstützendes Medium für die heimische Gastronomie bestens bewährt und werde zunehmend angenommen und nachgefragt.

Seit sieben Jahren ist das Netzwerk BBG regionaler Ansprechpartner für alle Gastronomen und deren Mitarbeiter in den sechs mittelhessischen Landkreisen Lahn-Dill, Gießen, Limburg-Weilburg, Marburg-Biedenkopf, Vogelsberg und Wetterau. Das Netzwerk besteht aktuell aus zehn führenden Unternehmen und Institutionen, von denen neun auch zu den Gründern zählten: AOK Hessen, Berufsgenossenschaft, Arbeitsagentur, DEHOGA Hessen, Landkreis Gießen, Licher Privatbrauerei, Qualifizierungsoffensive des Landkreises Gießen, Willy-Brandt-Berufsschule und ZAUG GmbH, bei der das Netzwerk BBG auch organisatorisch angesiedelt ist. Hinzu kommt seit 2009 die Quali Gut Grone GmbH. Das Netzwerk BBG ging 2003 in eine dreijährige und von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geförderte Projektphase. Anders als bei vielen anderen anschubfinanzierten Projekten steht das Netzwerk Bildung und Beratung für die Gastronomie in Mittelhessen nach der Projektphase seit 2005 auf eigenen wirtschaftlichen Füßen. Es bietet seine Dienste den derzeit 2331 klein- und mittelständischen gastronomischen Betrieben, die rund 10000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und viele Auszubildende beschäftigen, in den sechs Landkreisen an.

Das sind Informationskurse, Fortbildungsseminare und Qualifizierungsangebote unterschiedlichster Art für Betriebsinhaber und Beschäftigte, die laut Heumann-Cooper gerade in der Gastronomie mit vielfältigen Belastungen einhergehen. Seit 2003 haben sich 2337 Gastronomen und Mitarbeiter zu den bislang 297 Seminarangeboten gemeldet. Im Jahr 2009 hatte das Netzwerk BBG 23 Seminare im Angebot, für die 345 Anmeldungen eingegangen waren. Im ersten Halbjahr 2010 sieht das Weiterbildungsprogramm 18 Angebote vor.

Neben der Weiterbildung bietet das Netzwerk BBG mittlerweile auch eine Dienstleister-Datenbank an, in der sich Spezialisten und Anbieter für Hotellerie- und Gastronomieleistungen freiwillig und kostenfrei listen lassen können, was für den heimischen Gastronomen im Fall des Falles den „schnellen Weg für alle Bedarfe“ bedeute.

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