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Presse 2009

Call-Center-Team wird zuvor im Betrieb von Hessnatur geschult

Einzelhändlerinnen-Netzwerk der Qualifizierungsoffensive informiert sich bei Öko-Versand
GIESSEN/BUTZBACH (rsr). "Es macht nicht nur einen räumlichen Unterschied, ob der Kunde bei einem Anruf zum Beispiel mit einem externen Call-Center in Irland verbunden wird, sondern vor allem einen qualitativen Unterschied, wenn das Personal weiß, von was es spricht". Das hob Hessnatur-Mitarbeiter Bernd Lipinsky beim Informationsbesuch des Einzelhändlerinnen-Netzwerks der Qualifizierungsoffensive des Landkreises Gießen in Butzbach hervor. Deshalb durchläuft auch das Personal des Call-Centers, das direkt in Butzbach angesiedelt ist, ein spezielles Schulungsprogramm. Neben dem obligatorischen Telefontraining müssen die Mitarbeiter zunächst alle Abteilungen des Naturtextilien-Versands Hessnatur durchlaufen, um in dem Unternehmen praktische Erfahrungen zu sammeln.
"So stellen wir sicher, dass wir die Kundenwünsche optimal bearbeiten und Anfragen zufriedenstellend beantworten können, weil die Mitarbeiter des Call-Centers einen besseren Einblick in unsere Abläufe erhalten", hob Lipinsky mit Verweis auf Wettbewerber hervor.
Die Einzelhändlerinnen erhielten einen umfangreichen Einblick in die Organisation des Versenders von ökologisch einwandfreien Naturtextilien. Dieses umfasst laut Lipinsky bis zu 1000 Modelle und 8000 Artikelpositionen pro Jahr. Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmerinnen von der logistischen Abwicklung, die von der Aufbewahrung und systematischen Kennzeichnung der Artikel bis zur Abwicklung der Retouren reicht.
Der mittelhessische Vorzeigebetrieb kann auf eine 33-jährige Geschichte zurückblicken, die 1976 mit den Aktivitäten des Firmengründers Heinz Hess begann. Er erkannte, dass ein Bedürfnis an "reiner, natürlicher und unbehandelter Babybekleidung" besteht und brachte seinen ersten Katalog auf den Markt.
Mittlerweile zählt das Unternehmen 316 Beschäftige, acht Auszubildende und mehr als 700 000 Kunden. Der Versand wurde im Laufe der Jahre um den stationären Handel und E-Commerce erweitert.
Nicht nur die Ökologie, sondern auch der Mensch steht laut Lipinsky bei Hessnatur im Mittelpunkt des Handelns. Neben innerbetrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen können sich die Mitarbeiter eigenverantwortlich weiterqualifizieren oder sogar einen beliebigen VHS-Kurs besuchen. Die Kosten werden vom Arbeitgeber übernommen.
Lipinsky verwies auch darauf, dass wegen der hohen Anforderungen an die Mitarbeiter, Wirtschaftsenglisch zu beherrschen, einmal pro Woche ein Englischlehrer hausintern zur Vertiefung der Sprachkenntnisse zur Verfügung steht.
Der in Butzbach ansässige Anbieter von Naturtextilien zählt nach eigenen Angaben im deutschsprachigen Raum zum Marktführer in seiner Branche.
Das Einzelhändlerinnennetzwerk hat sich bereits 2007 im Rahmen der Qualifizierungsoffensive Landkreis Gießen gegründet. Mit der Durchführung von Fachvorträgen, internen Weiterbildungsmaßnahmen sowie Exkursionen möchten die "Netzwerkerinnen" über den eigenen Tellerrand blicken und neue Anregungen für sich und die eigene Belegschaft sammeln. Koordiniert wird das Netzwerk von Holger Fischer, dem Qualifizierungsbeauftragten des Landkreises Gießen.
Das nächste Netzwerktreffen der Einzelhändlerinnen findet im April im Naturkostgeschäft Klatschmohn in Gießen statt. Interessentinnen können sich unter der Rufnummer 0641-9482200 an Holger Fischer, Qualifizierungsoffensive Landkreis Gießen, wenden.