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Wir machen mit!

TIG unterstützt 51 Unternehmen mit rund 330 Mitarbeitern

GIESSEN (ew). "Tue Gutes und rede darüber." Um dieses Sprichwortes nach fünf Jahren des Bestehens der Technologie- und Innovationszentrum Gießen (TIG) GmbH für eine sinnvolle und erfolgreiche Sache zu nutzen, zogen Landrat Willi Marx, Gießens Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann und der TIG-Geschäftsführer Dr. Christian Schulze öffentlich eine positive Bilanz. Das TIG ist ein Gründer-, Innovations- und Technologiezentrum, das technologieorientierte und innovative Existenzgründungen mit der Bereitstellung von Gewerberäumen, Infrastruktur und Dienstleistungen unterstützt. Derzeit beherbergt das TIG zu günstigen Konditionen 51 Unternehmen mit rund 330 Mitarbeitern, davon 180 festangestellte und 150 frein. 23 der Unternehmen sind dem Dienstleistungsbereich zuzuordnen, sieben der Umwelttechnologie, sechs der Informationstechnologie, die anderen der Biotechnologie, der Medizintechnik, neuen Technologien und auch, so Geschäftsführer Schulze, sechs "Sonstige". Neben zahlreichen Servicedienstleistungen ragen aus dem TIG-Veranstaltungsangebot die Qualifizierungsoffensive Mittelhessen - an dieser Weiterbildung für Angestellte kleiner und mittlerer Unternehmen und jungen Unternehmern nahmen in 2003 750 Interessenten teil -, das "Weiterbildungsforum Europaviertel" für Existenzgründer mit 450 Teilnehmern und die Veranstaltungsreihe für Existenzgründerinnen "Frauen unternehmen was" mit 200 Teilnehmerinnen heraus. Hinzu kommt das Beratungsangebot "Regionale Unternehmersprechtage". Die Bilanzsumme des TIG beläuft sich 2003 auf 6,6 Millionen Euro und ergibt sich im wesentlichen aus dem Anlagevermögen im Europaviertel, bestehend aus vier Gebäuden mit 5000 Quadratmetern Mietfläche. Der Umsatz - bestehend vornehmlich aus den Mieteinnahmen - beträgt 589 000 Euro sowie der Jahresüberschuss 52 000 Euro. Im Vergleich zu anderen Gründerzentren überzeuge das TIG durch seine hohe Auslastung von über 95 Prozent. Das TIG nehme in Hessen auch deshalb eine herausragende Stellung ein. "Das TIG lebt vom Engagement der Gesellschafter", sind sich Haumann und Marx einig. Gesellschafter sind zu 25,5 Prozent die Stadt Gießen, zu 24,8 Prozent der Landkreis. Sparkasse Gießen, Volksbank Gießen-Friedberg und die Schunk Verwaltungs-Gesellschaft halten je 14,2 Prozent Anteile und die IHK Gießen-Friedberg sieben Prozent. Dieses Miteinander von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft mache das TIG unter Einbezug der Hochschulen zu einer Drehscheibe für Wirtschaftskontakte über unterschiedlichste Branchen hinweg. Es handele sich um ein attraktives Angebot an junge Menschen mit Unternehmermut, die hervorragenden Möglichkeiten in Mittelhessen zu nutzen - einer wegen ihrer guten Verkehrsanbindung und vergleichsweise niedriger Mieten "sehr interessanten" Region für Existenzgründungen. Um im Sinne einer nachhaltigen Wirtschaftsförderung Know-how, Intelligenz, Wissen und Wertschöpfung in der Region zu halten, soll bald der mit Unterstützung des Landes Hessen eingerichtete Regionale Existenzgründungsfonds aktiv werden. Neben Sparkassen und Volksbanken bringen das Land und der Landkreis Geld in den Fonds ein. Dazu die Städte Gießen und Wetzlar je 250 000 Euro sowie die EU eine Million über die "Ziel-2-Förderung" in einen Fonds, der laut Willi Marx Existenzgründungen mit Beteiligungen unterstützt. Und dass die vielen lobenden Einschätzungen nicht nur die Auffassung der Gesellschafter und der Geschäftsführung wiedergeben, belegt der "Total-Entrepreneurship-Activity-Wert (TEA)", der Maßstab für die Anzahl der Gründungswilligen in einer Region, veröffentlicht von der "Wirtschaftswoche" im April 2004. Danach liegt Gießen in einem Vergleich von 40 Regionen in ganz Deutschland hinter Hamburg auf Rang zwei.

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